15. Januar 2012

Ich und die Musik – ein kleiner Ausblick auf 2012

So… ich wurde in letzter Zeit schon von ein paar Leuten gefragt, was sich denn 2012 musikalisch bei mir tut – und wann denn das nächste SOUNDWORKA Album rauskommt. All diejenigen, die meine entsprechende Facebook-Seite oder den Twitter-Account verfolgen, wissen ja schon viel. Für alle anderen ein kleiner Ausblick.

Ende dieses Monats werde ich mit der neuen Berliner Band HOUSE OF HELLOS für Aufnahmen ins Berliner Tonstudio Haus 109 gehen. Dort werden wir einen Pop/Rock-Song über das Thema Integration aufnehmen, welcher von den Musikern Joe Henson und Stefan Ulbrich geschrieben wurde. Dieser Track ist als Benefiz-Nummer angelegt, wir wollen damit das ein oder andere soziale und/oder kulturelle Projekt in Berlin unterstützen – welches genau, wird sich noch entscheiden. Die Musiker von HOUSE OF HELLOS sind aus 5 verschiedenen Nationen in Berlin gelandet und haben sich hier zusammengefunden – allein schon das macht die Sache interessant. Zum Song, welcher “The Key” heißen wird, wird es dann auch noch ein Making-Of Video und einen Club Remix von mir geben.

 

Joe Henson stellt "The Key" in meinem Homestudio vor. (Foto: Anna Peipina)
Joe Henson stellt “The Key” in meinem Homestudio vor. (Foto: Anna Peipina)

Nach meinem Umzug in die Hauptstadt habe ich mein kleines Homestudio ein bisschen erweitert… und mit neuer Software und Equipment ausgestattet. Parallel dazu habe ich in den letzten Wochen und Monaten einige interessante und kreative Menschen in Berlin kennenlernen dürfen, einige davon auch Musiker aus den verschiedensten Genres. So zum Beispiel eben Joe Henson, aber auch den Singer-Songwriter Martin Goldenbaum oder den Komponisten und Tontechniker Stefan Ulbrich. Von diesen neuen Einflüssen und der großartigen Stadt Berlin inspiriert, werde ich 2012 an einem Konzeptalbum mit dem Arbeitstitel URBANES PHÄNOMEN feilen. Dieses soll elektronische Sounds mit akustischen Elementen und moderner Großstadtpoesie verbinden. Erste Soundproben der letzten Tage hören sich schon sehr vielversprechend an. Ich bin gespannt auf das Ergebnis!

In gewissem Sinne auch mit Musik zu tun hat meine Arbeit, die ich seit November für das Rockbüro Berlin, einen Konzertveranstalter und Band-Supporter, leiste. Zusammen mit der musikbegeisterten Eventmanagerin und Fotografin Anna Peipina koordiniere ich den Aufbau eines neuen Webradios. Damit wollen wir sowohl Musikern aus Berlin und der Region eine Bühne bieten, als auch für die Hörer frischen Wind in die Radiolandschaft bringen. Ein engagiertes Team haben wir bereits zusammen. Wenn alles glatt läuft, planen wir den Sendestart im April.

Das bereits angekündigte SOUNDWORKA Album “The X-Perimental” wird es dann wohl doch frühestens Anfang 2013 geben. Erste Promo-Tracks dazu sind aber schon z.B. auf meinem PureVolume-Profil zu finden.

So weit das Aktuellste…. ich halte euch auf dem Laufenden. ;-)

Meine kleine Studioecke 2012

Meine kleine Studioecke 2012

13. Dezember 2011

Musikperlen des Jahres 2011

Es hat ja Tradition, dass ich zum Ende eines jeden Jahres meine persönlichen Favorites poste. So auch 2011. Bis zum Sommer dachte ich noch, dass dieses Jahr recht dünn an richtig guter Musik werden würden. Nun haben sich aber doch gerade in der zweiten Jahreshälfte noch einige Perlen herauskristallisiert, die ich euch nicht vorenthalten möchte. Viel Spaß damit! :)

 

1. Jupiter Jones – “Still”

Unangefochten an der Spitze meiner Songs des Jahres steht dieses kleine Meisterwerk. Die eigentlich doch sehr rockigen Jupiter Jones hauen da eine Ballade raus, die einfach nur unter die Haut geht. Bleibt definitiv nicht nur im Kopf, sondern auch im Herz!

 

2. The Good Natured – “Skeleton”

Unter dem Pseudonym The Good Natured verbirgt sich eine Electropop-Sängerin aus England. Deren Debütnummer Skeleton besticht durch ihre kraftvolle Stimme, treibenden Beat und gute Synthie-Backgrounds. Lief dieses Jahr bei mir auf voller Lautstärke rund!

 

3. Zaz – “Je veux”

Zaz alias Isabelle Geffroy aus Frankreich polierte den französischen Chanson auf – und brachte ihn mit frischen Beats ins 21 Jahrhundert. Mit entsprechendem Statement, dass es im Leben eben nicht die materiellen Dinge sind, die zählen. Sondern Elementares wie Liebe, Spaß, Freude, Freiheit. Leider enttäuschte mich das darauf folgende Album sehr, so dass Je veux die einzige Perle blieb.

 

4. The Kenneth Bager Experience feat. Aloe Blacc – “The Sound Of Swing”

Definitiv mein persönlicher Gute-Laune-Track 2011. Irgendwo zwischen Dance und R&B bewegt sich diese geile Nummer. Schon allein der Background ist mitreißend. Die Nummer nimmt auch die Meisten mit, die sonst mit dem Stil nichts anfangen können.

 

5. Klubbingman – “We Call It Revolution”

Auch mein heißgeliebter Trance darf nicht fehlen. Nach Dash Berlin 2009 und Kim Leoni 2010 ist es nun der baden-württembergische DJ Klubbingman, der mit sphärischen Klängen, harmonischen Vocals und tanzbarem Beat die für mich beste Club-Nummer produziert hat.

 

6. Udo Lindenberg feat. Clueso – “Cello [unplugged]“

Auch Udo Lindenberg reihte sich 2011 in die Liste der deutschen Künstler ein, die für den Musiksender MTV ein Unplugged-Konzert spielten. Und er lud sich dazu Musikgrößen wie Inga Humpe, Max Herre oder Jennifer Rostock ein. Herausragend für mich aber die Version des Klassikers Cello zusammen mit dem einfach einmaligen Clueso.


7. Adele – “Someone Like You”

Noch etwas wunderschönes Ruhiges, diesmal von Adele. Mit ihrer unvergleichlich ausdrucksstarken Stimme und einem emotionalen Text lieferte sie 2011 diese Gänsehaut-Nummer ab. Und dafür benötigte sie tatsächlich nur ein Piano als Hintergrund.

 

8. Blue October – “The Feel Again (Stay)”

Eine Freundin postete diesen Song erst vor einigen Tagen auf Facebook. Ich hörte ihn an und war sofort begeistert. Ein angenehm melancholischer Sound, ideal für die Winterzeit. Erinnert ein bisschen an Hurts, nur besser!

 

9. You Say France & I Whistle – “OMG”

YSF&IW sind eine noch relativ unbekannte Indie-Pop Band aus Schweden, die einen sehr freshen Sound in ihrer Musik haben. Durch Zufall stolperte ich dieses Jahr über sie und ihren Song OMG (Abkürzung für “Oh My God”). Dicke Empfehlung! :)


10. Flimmerfrühstück – “Tu’s nicht ohne Liebe”

Ein eigentlich sehr simpler deutscher Popsong ohne große Schnörkel – der mich in erster Linie mit seinem guten, Mut machenden Text überzeugte. Muss auch mal sein. ;)

04. Dezember 2011

Kein Spaß ohne Alkohol? Ein kleines Manifest.

Was ist eigentlich mit meiner Generation los? Die Tage wurde ich wieder einmal (unfreiwillig) Beteiligter einer Diskussion darüber, wieviel manche meiner Zeitgenossen auf Parties saufen müssen, um Spaß zu haben. Und dann kommt man in die Situation, in der man erklärt, dass man selbst eigentlich nicht viel trinkt – und bekommt das Gefühl, sich innerhalb der Runde sogar noch dafür rechtfertigen zu müssen. Bevor nun die ersten Einwände kommen… ja – auch ich hatte auch schon einen zuviel hinter der Binde. Aber das waren sehr seltene Einzelfälle. Ich gehöre nicht zu denen, die sich bereits freitags direkt nach der Arbeit zum Vorglühen treffen um schon halb-breit in den Club rennen und sich dort endgültig die Kante geben. Und nein, ich verstehe es auch nicht, wie man es cool finden kann, auf dem Oktoberfest von den Mädels der “Promille-Polizei” mit 2,0 gemessen zu werden. Und keine fünf Minuten später hinters Zelt zu reihern. Spaß sieht bei mir persönlich anders aus. Und dennoch gibt es leider irgendwie immer mehr meiner Altersgenossen, die die Qualität eines Abends nach Zeitpunkt und Länge ihres Filmrisses definieren. Ähnlich ist es im Übrigen auch mit dem Rauchen – die “Zigarettenpause” hat wohl die “Kaffeepause” als soziales Element inzwischen abgelöst.

Es ist mir in diesem Sinne auch herzlich egal, ob ich dafür schief angeschaut oder als Spaßbremse tituliert werde. Ich habe auch so genügend Blödsinn im Kopf, den ich ausleben kann. ;)

Um eines klarzustellen: Ich will hier nicht den Genuß von alkoholischen Getränken per se verteufeln. Gerne trinke ich auch mal ein Bier, einen Glühwein oder Ähnliches. Aber man sollte wissen, wo seine Grenzen liegen. Mal ganz abgesehen davon, dass mir mein Geld zu schade ist, um es für Kotzen und Kater auszugeben. Da weiß ich Besseres damit anzustellen. Aber offensichtlich hat sich im Bewusstsein mancher Leute die Einstellung verankert, dass es nicht möglich ist, unterhalb von 1,5 Promille Spaß zu haben. Interessanterweise habe ich auch ohne Vollrausch meistens genügend davon. Vor allem kann ich mich am nächsten Tag noch daran erinnern. Und ich kenne einige, denen das auch so geht. Allerdings bin ich den Hobbytrinkern ab & an auch dankbar: Denn es gibt manchmal nichts Lustigeres, als mit vollem Bewusstsein zu beobachten, wie sich eben diese dann mit Spaß und Freude vor allen anderen mit ihren Aktionen zum Vollhorst machen. Probiert es mal aus – es lohnt sich! :)

« Vorherige Einträge