13. Dezember 2011

Musikperlen des Jahres 2011

Es hat ja Tradition, dass ich zum Ende eines jeden Jahres meine persönlichen Favorites poste. So auch 2011. Bis zum Sommer dachte ich noch, dass dieses Jahr recht dünn an richtig guter Musik werden würden. Nun haben sich aber doch gerade in der zweiten Jahreshälfte noch einige Perlen herauskristallisiert, die ich euch nicht vorenthalten möchte. Viel Spaß damit! :)

 

1. Jupiter Jones – “Still”

Unangefochten an der Spitze meiner Songs des Jahres steht dieses kleine Meisterwerk. Die eigentlich doch sehr rockigen Jupiter Jones hauen da eine Ballade raus, die einfach nur unter die Haut geht. Bleibt definitiv nicht nur im Kopf, sondern auch im Herz!

 

2. The Good Natured – “Skeleton”

Unter dem Pseudonym The Good Natured verbirgt sich eine Electropop-Sängerin aus England. Deren Debütnummer Skeleton besticht durch ihre kraftvolle Stimme, treibenden Beat und gute Synthie-Backgrounds. Lief dieses Jahr bei mir auf voller Lautstärke rund!

 

3. Zaz – “Je veux”

Zaz alias Isabelle Geffroy aus Frankreich polierte den französischen Chanson auf – und brachte ihn mit frischen Beats ins 21 Jahrhundert. Mit entsprechendem Statement, dass es im Leben eben nicht die materiellen Dinge sind, die zählen. Sondern Elementares wie Liebe, Spaß, Freude, Freiheit. Leider enttäuschte mich das darauf folgende Album sehr, so dass Je veux die einzige Perle blieb.

 

4. The Kenneth Bager Experience feat. Aloe Blacc – “The Sound Of Swing”

Definitiv mein persönlicher Gute-Laune-Track 2011. Irgendwo zwischen Dance und R&B bewegt sich diese geile Nummer. Schon allein der Background ist mitreißend. Die Nummer nimmt auch die Meisten mit, die sonst mit dem Stil nichts anfangen können.

 

5. Klubbingman – “We Call It Revolution”

Auch mein heißgeliebter Trance darf nicht fehlen. Nach Dash Berlin 2009 und Kim Leoni 2010 ist es nun der baden-württembergische DJ Klubbingman, der mit sphärischen Klängen, harmonischen Vocals und tanzbarem Beat die für mich beste Club-Nummer produziert hat.

 

6. Udo Lindenberg feat. Clueso – “Cello [unplugged]“

Auch Udo Lindenberg reihte sich 2011 in die Liste der deutschen Künstler ein, die für den Musiksender MTV ein Unplugged-Konzert spielten. Und er lud sich dazu Musikgrößen wie Inga Humpe, Max Herre oder Jennifer Rostock ein. Herausragend für mich aber die Version des Klassikers Cello zusammen mit dem einfach einmaligen Clueso.


7. Adele – “Someone Like You”

Noch etwas wunderschönes Ruhiges, diesmal von Adele. Mit ihrer unvergleichlich ausdrucksstarken Stimme und einem emotionalen Text lieferte sie 2011 diese Gänsehaut-Nummer ab. Und dafür benötigte sie tatsächlich nur ein Piano als Hintergrund.

 

8. Blue October – “The Feel Again (Stay)”

Eine Freundin postete diesen Song erst vor einigen Tagen auf Facebook. Ich hörte ihn an und war sofort begeistert. Ein angenehm melancholischer Sound, ideal für die Winterzeit. Erinnert ein bisschen an Hurts, nur besser!

 

9. You Say France & I Whistle – “OMG”

YSF&IW sind eine noch relativ unbekannte Indie-Pop Band aus Schweden, die einen sehr freshen Sound in ihrer Musik haben. Durch Zufall stolperte ich dieses Jahr über sie und ihren Song OMG (Abkürzung für “Oh My God”). Dicke Empfehlung! :)


10. Flimmerfrühstück – “Tu’s nicht ohne Liebe”

Ein eigentlich sehr simpler deutscher Popsong ohne große Schnörkel – der mich in erster Linie mit seinem guten, Mut machenden Text überzeugte. Muss auch mal sein. ;)

11. September 2011

Neues aus Berlin – die Zweite

So… hier mal eben noch die neuesten Entwicklungen und Infos aus Berlin.

Diese Woche, direkt nachdem alle Möbel aufgebaut und alle Kartons ausgeräumt waren, durfte ich in meiner neuen Wohnung ja schon Besuch empfangen. Neben einer guten Freundin aus Belgien waren unter anderem Simon, Sören, Sebastian und Stefan (alle mit “S” *g*) von den baden-württembergischen Piraten da. Und so verging die letzte Woche mit noch letzten Besorgungen – und heiteren Monopoly-Abenden.

Gestern dann natürlich der Hauptgrund für die Anwesenheit der Piraten: Die Freiheit statt Angst 2011. Zahlreiche Parteien, Verbände und Gruppierungen hatten Präsenz für eine offenere Gesellschaft, mehr Bürgerrechte und weniger staatliche Überwachung gezeigt. Sogar die Jugendorganisation der vor sich hindümpelnden “Spaßpartei” FDP (“fast drei Prozent”) ließ sich blicken – ging aber zwischen Piraten, Grünen und Linken fast komplett unter. Glück mit dem Wetter hatten wir auch, es war trocken, aber nicht zu warm – und so konnten wir mit ca. 1 Stunde Verspätung einen angenehmen Zug vom Brandenburger Tor zum Alexanderplatz laufen. Dort gab es dann noch ein Abschlussprogramm mit ein paar Rednern und Music-Acts (u.a. Nina Hagen). Ausserdem einen spontanen Flashmob der Piraten zum Infostand der Grünen. Die werte Frau Künast hatte ja angekündigt, uns Piraten “resozialisieren” zu wollen. Also liefen wir da mal geschlossen hin und erkundigten uns, wo man sich denn für das Resozialisierungsprogramm eintragen könne. Die Belegschaft des Grünen-Standes fand das wohl allerdings weniger lustig als wir. Naja, sowas passiert, wenn die eigene Spitzenkandidatin große Sprüche klopft. ;-)

Ironisch wurde es dann am Rand der Abschlusskundgebung, als ein Teil des Alexanderplatzes aufgrund einer herrenlosen Sporttasche kurzfristig von Polizisten abgeriegelt wurde. Das Angebot von Jörg Tauss, er sei ja schon 58 und würde sich anbieten, die Tasche zu entfernen, wurde allerdings abgelehnt. So blieb den Hütern nichts anderes übrig, als mittels einem Roboter die Tasche kontrolliert zu sprengen (!!). Ob die gerüchteweise sich darin befindlichen Socken für einen Giftgasanschlag gereicht hätten, blieb bis zuletzt offen.

Zum Schluss der FsA erregte dann noch ein Stand von Scientology die Gemüter…  einige Anhänger des Pastafarianismus organisierten spontan eine kleine Gegen-Mahnwache.

Die Piraten bei den Grünen (FsA)

Ansonsten war ich die Tage natürlich auch noch viel in Stadt und Umland unterwegs. Dabei dann auch durch Zufall dank Navi über ein superleckeres und günstiges Restaurant in Zeuthen vor den Toren Berlins gestoßen. Durch deren Karte könnte man sich von vorne bis hinten durchessen.

Mit den öffentlichen Verkehrsmitteln klappt es langsam auch. Ich finde es zwar immer noch schade, dass es keinen einzigen Plan der BVG gibt, auf dem alle Nahverkehrssysteme (S-Bahn, U-Bahn, Tram, Bus) gleichzeitig eingezeichnet sind. So muss man immer zwischen mehreren Plänen hin- und herswitchen um Umsteigemöglichkeiten zu finden. Aber langsam hab ich mich dran gewöhnt. Und ab morgen fährt bei mir eh erstmal wegen Bauarbeiten für einen Monat keine Tram mehr – Busersatzverkehr bin ich ja noch von Stammheim gewöhnt. ;-)

Was mich allerdings tatsächlich etwas ärgert, ist die Tatsache, dass einer meiner absoluten Lieblingsplätze in Berlin verschandelt wurde. Und zwar genau für den Zeitraum, in dem ich hier wohnen werde. Ich finde die Kombination der alten, ruinösen Gedächtniskirche und des Neubaus derer auf dem Breitscheidplatz einfach supertoll. Besonders im Dunkeln, wenn beides schön beleuchtet wird. Und was sehe ich heute? Der alte Turm wird saniert und ist für ein Jahr (!!) hinter einem potthässlichen Konstrukt aus Plexiglas und Aluminium versteckt! Wer kam auf so eine Idee – und warum gerade jetzt? So ein Mist – ich wollte dort ab und an mal relaxen, mir ein Crêpe schmecken lassen… und nachts den tollen Anblick genießen. Doch mit diesem wolkenkratzerähnlichen Ding wird das nichts. :-(

Hinter diesem komischen "Wolkenkratzergebilde" steckt die alte Gedächtniskirche.

Und morgen gehts nun dann also am Institut los… bin gespannt, was mich dort erwartet. Alles vorbereitet ist von meiner Seite…. schaun mer mal! Und auch, was die kommende Woche sonst so bringt. Zumindest ist auch inzwischen meine bestellte neue Kaffeemaschine da – überleben werd ich also. ;-)

Ui… jetzt fängts an zu gewittern. Ich bin dann mal weg und geh auf den Balkon!

13. Juli 2011

25 Songs, 25 Days – Tag 12

Heute ein ganz banales Thema bei “25 Songs, 25 Days“:

Day 12: The last song you heard

(Tag 12: Der letzte Song, den du gehört hast)

Klubbingman – “We Call It Revolution”

Bei mir läuft ja fast immer Musik. Momentan bin ich nebenher am Kartons für den Umzug packen und Aufräumen. Zum Rumwerkeln höre ich recht gern Trance / Dance / Electro – wie übrigens auch zum Autofahren. Dieses Stück habe ich erst vor nicht allzulanger Zeit auf RauteMusik Club gehört und mir direkt danach gekauft. Seitdem ist es unverzichtbarer Bestandteil meiner Trance-Playlist.

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