19. Februar 2012

Ein Projekt mit WUMMS!

Im letzten Blogpost hatte ich es ja schon kurz erwähnt… jetzt hier mal eine etwas ausführlichere Darstellung des aktuellsten Projekts, an dem ich arbeite.

Ende des letzten Jahres hatte das Rockbüro Berlin bei uns an der Akademie angefragt, ob jemand Interesse hätte, ein Webradio aufzubauen. Nach einem bereits gescheiterten Versuch wollten sie nun einen neuen Anlauf unternehmen. Ein Großteil des notwendigen Equipments stand also bereits zur Verfügung – genauso wie ein Aufnahme- und Sendestudio im Bandhaus Pankow. Ich beschloss nach kurzer Überlegungszeit, mich dieses interessanten Projekts anzunehmen. Bereits nach wenigen Tagen holte ich mit Anna Peipina eine talentierte Kommilitonin an Bord, die ich in zurückliegenden Cases für die Akademie schon als sehr zuverlässig und kreativ erleben durfte. Gemeinsam begannen wir – nach ersten Abstimmungsgesprächen mit dem Rockbüro – uns ein interessiertes Team zusammen zu suchen.

Inzwischen hat sich eine Gruppe von ca. 10 aktiven frischen Radiomachern gefunden (plus einigen Mitarbeitern des Rockbüro), die aus verschiedensten Studienbereichen der Akademie kommen und sich engagieren wollen. Nach der ersten Kennenlern- und Abstimmungsphase ging es dann an die doch etwas langwierige Aufgabe der Namensfindung. Mit “Radio WUMMS”  wurde am Ende ein Name ausgewählt, der nicht nur kurz und knackig, sondern auch bezeichnend ist. Denn mit Wumms wollen wir auch die Webradio-Landschaft aufmischen. So wird es bei uns garantiert keine “Heavy Rotation” irgendwelcher Mainstream-Musik geben. Wir verstehen uns in erster Linie als frische Musikquelle für die Hörer – und als Bühne für talentierte Bands und Künstler vornehmlich aus dem Raum Berlin/Brandenburg.

Mit dem Rockbüro im Hintergrund haben wir dafür bereits beste Kontakte nicht nur zu Musikern, sondern auch zu Veranstaltungsorten. Das macht es uns möglich, auch das ein oder andere Live-Konzert zu übertragen. Auch die Zusammenarbeit mit dem Tonstudio Haus 109 verspricht großes Potential.  Zudem werden wir mit Hilfe der sozialen Netzwerke die Hörer stark mit einbinden und auf ein hohes Maß an Interaktivität setzen.

Mittlerweile wurde das Wumms-Team in verschiedene Untergruppen aufgeteilt, die parallel an der Vorbereitung des Sendestarts arbeiten und sich z.B. um GEMA, Technik, Marketing oder Sendungskonzeption kümmern. Vergangene Woche wurde mit der Gründung eines Trägervereins auch bereits die rechtliche und geschäftliche Grundlage geschaffen. Wenn alles gut läuft, planen wir, im April oder Mai auf Sendung zu gehen. Die schwierigste Aufgabe für uns besteht allerdings noch in der Suche nach Unterstützern oder Sponsoren. Alternativ ist es möglich, Fördermitglied im Verein Radio Wumms zu werden.

Auch suchen wir noch weitere interessierte ehrenamtliche Mitarbeiter – vor allem in den Bereichen Moderation, Graphik und Webdesign.

Wenn ich euch nun neugierig gemacht habe – ihr findet Radio WUMMS bereits auf Facebook, Twitter, Google+ oder im Musikerportal Mushp. Dort versorgen wir euch jetzt schon mit aktuellen Musik- und Event-Tipps – reinschauen lohnt sich!! Wir freuen uns auf Euch!

04. Dezember 2011

Kein Spaß ohne Alkohol? Ein kleines Manifest.

Was ist eigentlich mit meiner Generation los? Die Tage wurde ich wieder einmal (unfreiwillig) Beteiligter einer Diskussion darüber, wieviel manche meiner Zeitgenossen auf Parties saufen müssen, um Spaß zu haben. Und dann kommt man in die Situation, in der man erklärt, dass man selbst eigentlich nicht viel trinkt – und bekommt das Gefühl, sich innerhalb der Runde sogar noch dafür rechtfertigen zu müssen. Bevor nun die ersten Einwände kommen… ja – auch ich hatte auch schon einen zuviel hinter der Binde. Aber das waren sehr seltene Einzelfälle. Ich gehöre nicht zu denen, die sich bereits freitags direkt nach der Arbeit zum Vorglühen treffen um schon halb-breit in den Club rennen und sich dort endgültig die Kante geben. Und nein, ich verstehe es auch nicht, wie man es cool finden kann, auf dem Oktoberfest von den Mädels der “Promille-Polizei” mit 2,0 gemessen zu werden. Und keine fünf Minuten später hinters Zelt zu reihern. Spaß sieht bei mir persönlich anders aus. Und dennoch gibt es leider irgendwie immer mehr meiner Altersgenossen, die die Qualität eines Abends nach Zeitpunkt und Länge ihres Filmrisses definieren. Ähnlich ist es im Übrigen auch mit dem Rauchen – die “Zigarettenpause” hat wohl die “Kaffeepause” als soziales Element inzwischen abgelöst.

Es ist mir in diesem Sinne auch herzlich egal, ob ich dafür schief angeschaut oder als Spaßbremse tituliert werde. Ich habe auch so genügend Blödsinn im Kopf, den ich ausleben kann. ;)

Um eines klarzustellen: Ich will hier nicht den Genuß von alkoholischen Getränken per se verteufeln. Gerne trinke ich auch mal ein Bier, einen Glühwein oder Ähnliches. Aber man sollte wissen, wo seine Grenzen liegen. Mal ganz abgesehen davon, dass mir mein Geld zu schade ist, um es für Kotzen und Kater auszugeben. Da weiß ich Besseres damit anzustellen. Aber offensichtlich hat sich im Bewusstsein mancher Leute die Einstellung verankert, dass es nicht möglich ist, unterhalb von 1,5 Promille Spaß zu haben. Interessanterweise habe ich auch ohne Vollrausch meistens genügend davon. Vor allem kann ich mich am nächsten Tag noch daran erinnern. Und ich kenne einige, denen das auch so geht. Allerdings bin ich den Hobbytrinkern ab & an auch dankbar: Denn es gibt manchmal nichts Lustigeres, als mit vollem Bewusstsein zu beobachten, wie sich eben diese dann mit Spaß und Freude vor allen anderen mit ihren Aktionen zum Vollhorst machen. Probiert es mal aus – es lohnt sich! :)

13. November 2011

Blog NOT dead: Neues aus Berlin Teil 3

Nein, mein Blog ist nicht eingeschlafen. Ja, ich lebe auch noch! :) Aber nach einigen ziemlich chaotischen Wochen (sowohl privat als auch geschäftlich) komme ich leider jetzt erst dazu, hier mal wieder über den aktuellen Stand der Dinge zu informieren.

Knapp 3 Monate bin ich inzwischen nun in Berlin – und genieße es! Die Stadt fasziniert mich jeden Tag aufs Neue. Und dazu durfte ich in dieser Zeit ganz viele nette, kreative, sympathische und interessante Menschen neu kennenlernen – und mit ihnen auch die ein oder andere Location erkunden. Große Highlights dabei waren sicherlich die Kulturbrauerei und das Haus 13. Aber auch kleine versteckte Sachen wie das Rickenbackers Music Inn oder der Irish Pub Offside haben ihren Charme.

Was gibt es sonst Aktuelles? Mit meinen Kursen, die ich hier belege, bin ich hochzufrieden. In Zusammenarbeit mit dem Studentennetzwerk entwickle ich gerade eine Online-Community für die Akademie; die Idee dazu hat in der Verwaltung schon großen Anklang gefunden.

Geschäftstechnisch werde ich ab kommendem Jahr wohl ein paar neue Aufgaben als Freiberufler übernehmen – ich freue mich auf eine spannende Zeit. Weiterhin soll bis Ende des Jahres mein Onlineshop fleckywear etwas umgebaut und modernisiert werden. Und ich werde nächste Woche für eine weitere Amtszeit als Koordinator der Arbeitsgruppe Bauen und Verkehr der Piratenpartei kandidieren. Musikalisch wird es irgendwann auch Neues geben – nachdem ich dieses Jahr ein reines Electro-Album veröffentlicht hatte, möchte ich nun eine Verbindung zwischen elektronischer und akustischer Musik schaffen. Dazu suche ich in meinem Umfeld noch Gastmusiker, aber erste Soundideen sind in meinem kleinen Homestudio schon entstanden.

Es steht viel bevor, aber es ist eine Zeit, die unheimlich viel Spaß macht – und mich jeden Tag in meiner Entscheidung, hierher zu kommen, bestätigt.

Ach ja…. für alle, die thematische Posts hier im Blog vermissen: Auch die kommen wieder. Ich möchte mich demnächst mit einem Vergleich diverser Social Communities beschäftigen, außerdem mit der Veränderung des Consumer-Verhaltens in den letzten Jahren. Aber das werden längere Texte, für die ich Zeit brauche. Meinen Senf zu Politik und Musik werde ich aber ab sofort wieder öfters in kurzer Form abgeben. ;)

In diesem Sinne: Grüße aus der Hauptstadt – rock on!

 

P.S.: Mein Fotoalbum “Behind Berlin” füllt sich langsam mit interessanten Ansichten…. schaut mal rein. ;)

 

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