10. Juni 2011

Kurz notiert: Zur päpstlichen Werbekampagne in Freiburg

Bekanntlich kommt der Godfather des Dogmatismus, “seine Heiligkeit” Papst Benedikt XVI im November in meine alte Heimat Freiburg. Nun bin ich einem Blog über Bilder gestolpert, die eine mobile Werbekampagne dafür zeigen. Umgebaute Mercedes Sprinter fahren mit einer großen Werbeleinwand ausgestattet durch die Breisgaustadt. Was mich dann doch ziemlich erstaunt, denn angeblich gäbe es doch so einen Riesenansturm auf die Veranstaltung, dass derartiges Marketing nicht wirklich nötig ist. Konstantin zitiert dazu in seinem Blog im Übrigen auch korrekt die Straßenverkehrsordnung (StVO):

Unnützes Hin- und Herfahren ist innerhalb geschlossener Ortschaften verboten, wenn andere dadurch belästigt werden.

Also, ich weiß nicht, aber ich würde mich durchaus belästigt fühlen. Immerhin wird überlebensgroß das Konterfei des “Staatsoberhaupts” des Vatikan spazierengefahren – jenes Staates, der als einziger auf europäischem Boden nach wie vor die internationalen Menschenrechtskonventionen nicht anerkennen will. Dazu kommt noch: Mahnte “Papa Ratzi” nicht unlängst und immer wieder zu mehr Klima- und Umweltschutz? Dem steht diese sinnlose Kampagne doch eher diametral entgegen. Und das dann ausgerechnet noch in einer der Öko-Hochburgen Deutschlands. Dazu bleibt mir dann doch nur ein unverständliches Kopfschütteln. Liebe katholische Kirchensteuerzahler: Für sowas wird euer Geld rausgeschmissen. Erkenntnis, anyone?

17. Mai 2011

Work & Fun & Politics – der Bundesparteitag 2011.1

Mittwoch, der 11. Mai 2011, Aufbruch zum Bundesparteitag der Piraten in Heidenheim. Warum schon mittwochs? Zusammen mit David “Laird_Dave” Mändlen galt es, eine “Ergänzungsveranstaltung” zu organisieren. Das BPT-Camp im verschlafenen Örtchen Bartholomä, ca. 16 km von Heidenheim entfernt, sollte etwa 90 Piraten Platz zum Nächtigen und Feiern bieten. Den wohl in der näheren Umgebung einzigen Campingplatz hatten wir schon 2 Monate zuvor in Augenschein genommen und für gut befunden. Und wie schon beim letztjährigen Sommercamp Baden-Württemberg schien sich Murphy’s Law zu bewahrheiten. Der Wetterbericht las sich wie folgt: Vor dem Camp sonnig, während dem Camp regnerisch, nach dem Camp Sonne. Jemand spottete in Anlehnung an aktuelle Ereignisse, diese Tatsache sei doch auch nur ein “Stresstest” für die Piraten. Aus den Erfahrungen des Sommercamps belehrt, starteten wir mit einer Ausrüstung, die wohl auch gut für 8 Wochen Afghanistan gereicht hätte. Und mein Auto wurde mal kurzerhand zum LKW umfunktioniert – inklusive Höchstgeschwindigkeit von 80 km/h.

Irgendwie piratig dann der Aufbau, nachdem Zelt und Tarp durch den aufbrausenden Wind eher zu Segeln wurden. Und inzwischen wissen wir, dass Albwind auch Gestänge kleinkriegt. Als dann auch noch diverse Heringe ihren Dienst verwehrten, bekam ich dank Laird_Dave eine kleine Kostprobe bayerischer Fluchkanonaden. ;-) Irgendwann stand dann alles – und nachdem wir uns im nahegelegenen Heubach mit Süßwaren, Getränken, örtlichem Bier und sehr leckerem Fleisch eingedeckt hatten, konnte das erste 2-Mann-Grillen losgehen.

Das Zelt der Orgas

In der Nacht tobte sich der Zeltplatzfuchs das erste Mal in unserem Vorzelt aus und erbeutete einige Brötchen. Am Donnerstag schien sich dann der Wetterbericht erstmal zu bestätigen… es schüttete, als hätte Petrus bei sich oben die Klospülung betätigt. Eine kleine Zeltsession war die Folge. Bei dieser Gelegenheit stellten wir fest, dass der Film “Tron” eigentlich extrem dämlich und langweilig ist. Gegen Abend riss die Wolkendecke auf, dem Besprechungsgrillen mit den Hauptorganisatoren des Bundesparteitags stand also nichts mehr im Weg.

Nachts kam wieder der Fuchs. Erstaunlicherweise interessierte er sich diesmal für Brühwürfel (Diät?). Eine handfeste Überraschung erwartete uns dann am Freitag: Sonne! Entgegen aller Voraussagen blieb es den ganzen Tag bei Traumwetter, als ein Großteil der Piratenmeute anreiste. Auch unsere piratische Verpflegungstruppe, die AG Schnittchen erschien auf der Bildfläche…. allerdings mit einer Verspätung, welche die Deutsche Bahn vor Neid erblassen hätte lassen. ;-) Dafür mit zwei Autos voller Equipment und Nahrung. Und es wurde in Folge nur vom Feinsten aufgelegt: eigen mariniertes Rindfleisch, Schweinelachsfilet, gegrilltes Gemüse, Frikadellen, Würstchen. Ein Pirat mit VW Bus hatte eine rollende Bar an Bord und servierte dazu Cocktails. Ein Abend, ideal zum “netzwerkeln” und Piraten in real zu sehen, die man bisher nur aus Twitter oder Mumble kannte. Und der Zeltplatz füllte sich rasch.

Schluss mit lustig dann erstmal am Samstag. Der gestellte Handywecker erinnerte uns daran, dass da ja irgendwo auch noch sowas wie ein Parteitag stattfinden sollte. Noch müde und verkatert vom Abend zuvor quälte sich die Campmeute aus ihren Schlafsäcken. In Fahrgemeinschaften ging es dann runter nach Heidenheim ins ziemlich neue CongressCentrum. Und dies schien dann wohl der professionellste Bundesparteitag bisher zu werden, keine Sporthalle oder Uni-Mensa mehr. Stattdessen ein nobler Veranstaltungssaal mit moderner Technik und Catering. Das Organisationsteam um Marco Geupert hatte ganze Arbeit geleistet. Und lustigerweise liefen tatsächlich manche Piraten mit den Hashtags “#bings” oder “#dings” herum. Diese wurden für den Parteitag populär, den Sinn dahinter hatte ich allerdings bis heute nicht so wirklich verstanden. Die nächste Überraschung kam dann mit dem sehr freundlichen Grußwort des CDU-Oberbürgermeisters Bernhard Ilg. Auch wenn dieser gleich bei der Begrüßung in das Gender-Fettnäpfchen der Piraten trat.

Das übliche Bundesparteitagsproblem ereilte dann kurz nach Beginn auch diesmal das Plenum: Das W-Lan verabschiedete sich kurz und schmerzlos. Erst am zweiten Tag soll es Gerüchten zufolge ab&zu wieder gesichtet worden sein. Woraufhin sich einige Piraten kurzerhand ihre eigenen W-Lans einrichteten – was dem Wiederaufbau der offiziellen Technik wohl ziemlich entgegenlief. Aber das W-Lan war notwendig, denn was nun kam, könnte man am Besten als “Bingen 2.0″ beschreiben. Auf gut deutsch: 2 Tage Vorstandswahl. Allerdings schienen die Meisten aus dem letztjährigen Bundesparteitag am Rhein etwas gelernt zu haben. Die Anzahl unnötiger Geschäftsordnungsanträge bewegte sich angenehmerweise auf einem Minimum. Relativ zügig kam es dann zum erwarteten Showdown zwischen den aussichtsreichen Kandidaten für den Vorsitz Sebastian Nerz und Christopher Lauer. Die anderen Kandidaten waren von vornherein schon fast ohne Chance, fast schon glaubenskriegsähnlich beharkten sich die Nerz- und Lauer-Front schon vor Parteitagsbeginn auf Twitter. Mit einem erstaunlich klaren Ergebnis wurde Sebastian Nerz dann im ersten Wahlgang direkt gewählt – und die beleidigten Lauer-Anhänger grummelten in den Social Networks vor sich hin.

Schock dann am Ende des Tages, als der zuvor ausgewechselte Wahlleiter Nathanael Bienia einen Fehler in der Wahlordnung entdeckte, der eine Anfechtung aller bisherigen Wahlgänge möglich gemacht hätte. Die Stimmung sackte aufgrund der Vorstellung von Neuwahlen innerhalb von Minuten auf den Nullpunkt. Doch ein Passus in der Satzung ermöglichte die nachträgliche Korrektur des Fehlers mittels einer Abstimmung.

Doch wir hatten auch Großes an diesem Tag vor. Das größte politische Gruppenfoto sollte aufgenommen werden, das Ergebnis (62 MB groß!) kann man sich hier herunterladen. Ob wir den angepeilten Eintrag in das Guinness-Buch der Rekorde geschafft haben, weiß ich bis dato leider nicht.

Abends wurde dann auf dem Camp wieder der Grill angeschmissen… hier einmal ganz großen Respekt an die AG Schnittchen, die bei strömendem Regen und Wind, nur mit Taschenlampen im engen Pavillon einen super Verpflegungsjob hingelegt haben und fast 100 Piraten versorgten!

Am Sonntag, dem zweiten Tag der Versammlung wurde dann der Vorstand komplettiert. Und nach einer Spontan-Nominierung durch Sebastian Staudenmaier stand ich dann plötzlich auch selbst auf der Bühne – als Kandidat für den Posten als politischer Geschäftsführer. Wer es während meiner Vorstellung nicht gemerkt haben sollte: JA, ich war nervös. ;-) Zum Amt hat es dann nicht gereicht, aber ich durfte mich über 87 Stimmen (ca. 16%) und einen vierten Platz freuen. Und mit der Wahl von Marina Weisband an meiner Statt kann ich durchaus doch auch ganz gut leben.

Interessanterweise machte irgendwann das Gerücht die Runde, das Catering-Team des CongressCentrums habe sich sehr positiv über uns geäußert… wir wären so ziemlich die disziplinierteste Gesellschaft, die sie bisher gehabt hätten. Und da sag noch jemand, Piraten seien rauhe, ungehobelte Zeitgenossen. Sogar Parteiprogramme wurden von Seiten des Teams angefordert. So tut man auch was für die Außenwirkung.

Der Rest des BPT selbst verlief recht unspektakulär, Bernd Schlömer, René Brosig, Wilm Schumacher, Matthias Schrade und Gefion Thürmer komplettierten nach langwierigen Vorstellungs- und Fragerunden den Bundesvorstand. Damit haben die Piraten doch nun tatsächlich auch 2 Frauen im Vorstand – und das ganz ohne Quotenregelung! Die Wahlen nahmen dann so viel Zeit in Anspruch, dass kein einziger Programmantrag mehr zur Diskussion kam. Als Folge wurde ein Programmparteitag 2011.2 beschlossen. Nach dem Schlusswort des neuen Vorsitzenden Sebastian Nerz und dem Dank an das Orga-Team wurde der Parteitag beendet.

Das Orga-Team

Die meisten Piraten reisten direkt im Anschluss wieder ab, so dass am Abend nur noch 3 Zelte auf dem Camp standen. Montag morgen wurde dann noch gemütlich aufgeräumt (bei Wind natürlich) und kurz vor 13 Uhr reisten Laird_Dave und ich als letzte wieder ab. Glücklich und zufrieden, dass alles fast reibungslos funktioniert hat.

 

Fazit: Mit den Ergebnissen der Vorstandswahl bin ich vollauf zufrieden. Ich denke, wir haben nun eine gut gemischte, handlungsfähige und engagierte Führungsriege. Es werden sich natürlich nun alle an ihren Taten messen lassen müssen – viele Augen werden auf ihnen ruhen. Als sehr schade befand ich, dass programmatische Arbeit wieder einmal nicht möglich war, aufgrund ausgedehnter Wahlgänge.  Dennoch ein angenehmer und vor allem endlich mal wirklich professioneller Parteitag. Das Orga-Team in der Halle hat vorbildliche Arbeit geleistet.

Das Camp war ein voller Erfolg – auch wenn vereinzelte Piraten Stress schoben. Vor allem solche, die sich erst wenige Tage oder sogar Stunden vorher kurzfristigst anmelden und sich dann über Abwicklung, Fahrgemeinschaften oder ähnliches bei der “Scheiß Orga” beschweren. Dieser Terminus wurde übrigens übrigens zu einem Running Gag unter den zufriedenen Camp-Piraten. Das Wetter war schlecht => Scheiß Orga! Der Wecker klingelte zu früh => Scheiß Orga! Und so weiter. :-D Was zeigt: Die überwältigende Mehrheit hatte Spaß auf dem Camp, was sich auch durch die zahlreichen Twitter-Danksagungen am Tag danach ausgedrückt hat.

In diesem Sinne: Bis zum BPT 2011.2 !

 

(Fotos: Korbinian Polk, Tobias Eckrich, Nicolai Fleckenstein)

 

25. Juli 2010

Von einer Party und ihrem traurigen Ende

So hatte sich wohl kaum jemand die Love Parade in Duisburg vorgestellt. Nachdem bis zum Nachmittag die weltgrößte Technoparty fast reibungslos vonstatten ging, kam es gegen 17 Uhr zum tragischen Zwischenfall. Die genauen Umstände der Massenpanik, die sich im und um den Tunnel der Karl-Lehr-Straße in Duisburg abgespielt haben, werden wohl noch zu klären sein. Fakt ist aber wohl, dass die Sicherheitsvorkehrungen und die Planung im Allgemeinen fatale Schwachstellen hatten. Schwachstellen, die man wohl als “grob fahrlässig” bezeichnen konnte. Das Gelände für nichtmal die Hälfte der erwarteten Raver geeignet. Und natürlich der größte Fehler: annähernd 1,4 Millionen Menschen durch einen engen Tunnel als einzigen Zugang auf das alte Güterbahnhofsgelände schleusen zu wollen. Die Hintergründe dafür sind ebensowenig bekannt, wie nachvollziehbar. Wollte man den Besucherstrom gezielt kontrollieren? Das generelle Konzept einer “stationären” Love Parade auf einem geschlossenen Gelände, das Duisburg erstmals einsetzte war für diese Art der Veranstaltung denkbar ungeeignet und kostete im Endeffekt 19 Menschen (Stand: 25. Juli) das Leben.

Die Verantwortlichen weisen derweil jegliche Schuld von sich und schieben diese auf Festivalbesucher, die der beklemmenden Enge entfliehen wollten und versuchten, über kleine Treppen am Rand des Tunnels aus der Menschenmasse zu entkommen. Augenzeugen berichten unterdessen von angsteinflößenden Szenen. Man bekam keine Luft mehr, Menschen kollabierten und wurden einfach liegen gelassen.

” Panik entsteht. Menschen versuchen sich den Weg nach draußen frei zu kämpfen, wer hinfällt wird überrannt und hat keine Chance mehr.”  (Zitat eines Augenzeugen)

Die Hilfsdienste unterdessen selbst machtlos. Die Eingänge zu dem Tunnel durch die Massen verbarrikadiert, da die Polizei wohl trotz der Überfüllung weiter Besucher auf das Festivalgelände gelassen hat. Trotz, dass einige Raver die Polizei noch vor der entstehenden Situation warnten. Und dann geschieht das Unvermeidliche, das Schockierendste:

„Das hab ich noch nie erlebt. Da lagen 25 Leute auf einem Haufen. Ich hab geschrien, die Leute haben keine Luft mehr bekommen. Ich hab Tote gesehen, da saß einer, der war ganz blass, dem wollte ich Wasser geben. Aber der Sanitäter hat zu mir gesagt, das hat keinen Zweck mehr, der ist tot. Die Polizei stand auf der Brücke und hat nichts gemacht”  (Kevin Krausgartner, Besucher)

Erst einige Zeit später kommen die Rettungsdienste an die panischen Menschen heran, können 15 Raver nur noch tot bergen, weitere 4 sterben im Lauf des Abends an ihren Verletzungen. Kurz danach erscheinen bereits erste Meldungen über die Tragödie auf Twitter, die Polizei bestätigt die Nachricht und die Tagesschau veröffentlicht eine Eilmeldung. Erste besorgte Angehörige von Besuchern versuchen, diese über Handy zu erreichen, das Netz bricht zusammen. Währenddessen entscheiden die Veranstalter, die Love Parade weiterlaufen zu lassen, aus Angst vor einer weiteren Massenpanik. Daraus entsteht die bizarre aber einzig richtige Situation, dass auf der einen Seite des Geländes getanzt und gefeiert wird, auf der anderen zahllose Rettungswägen und -helikopter Tote und Verletzte aus dem Tunnel ziehen. Viele der feiernden Raver erfahren erst viel später von dem Zwischenfall, als sich das Handynetz wieder einigermaßen stabilisiert.

Und wie wurde danach damit umgegangen? Die offizielle Website der Love Parade zeigte sich zunächst ungerührt und sendete sogar noch mehr als 3 Stunden ihre Livestreams von der Veranstaltung. Professioneller dagegen der übertragende Fernsehsender WDR, welche sofort das Partygeschehen ausblendeten und zur Krisenberichtserstattung übergingen. Den Vogel abgeschossen hatte dagegen die Bild-Zeitung, welche provokativ auf ihrer Website fragte, warum die Love Parade nicht sofort abgebrochen werde – und in ihrer Bildergalerie ganz scham- und pietätslos zahlreiche Fotos der Leichen zeigte. Woraufhin sich auf Twitter ein Sturm der Entrüstung entfachte (berechtigterweise!), mehrere User riefen zur Meldung an den Presserat auf. Twitter selbst war übrigens wohl eine der Informatiosquellen Nr. 1 zum Love Parade – Unglück. Vorbildlich wurden auch von Unbeteiligten wichtige Informationen, Suchmeldungen und Telefonnummern weiterverbreitet. Beschämend nur manche User, die sinngemäß twitterten, sie wollten trotz des Unglücks gefälligst wieder Partybilder auf den Kanälen sehen.

Der Duisburger Hauptbahnhof unterdessen gesperrt, da orientierungslose Besucher versuchten, über die Gleise vom Festgelände wegzukommen, die Bahn ließ leere Züge wegfahren. Laut eines Beobachters “kriegsähnliche Zustände” am Bahnhof. Erst einige Zeit später wurden wieder Bahnen zur Verfügung gestellt – mit unfreundlichem Personal, die Menschen, welche aufgrund des Gedränges und der Situation kein Ticket lösen konnten und nur noch weg wollten, Strafe zahlen ließen oder ganz des Zuges verwiesen.

Also alles in allem ein riesiges Versagen von Seiten der Organisation, der Sicherheit und der Infrastruktur – und dabei hatte ein Ortsansässiger noch zwei Tage vorher Folgendes in einem Forum gepostet:

„Sehe ich das richtig, dass die versuchen, eine Million Menschen über die einspurige (!) TUNNELSTRASSE (!) Karl-Lehr-Straße mit zwischendurch zwei kleinen Trampelpfaden hoch zum Veranstaltungsgelände zu führen? Also, in meinen Augen ist das ‘ne Falle. Das kann doch nie und nimmer gut gehen (…) Ich sehe schon Tote, wenn nach der Abschlusskundgebung alle auf einmal über diese mickrige Straße das Gelände verlassen wollen.“

Die Vorhersage wurde leider bittere Wahrheit.

Der Tunnel kurz vor der Massenpanik

Der Tunnel kurz vor der Massenpanik

Das Protokoll der Katastrophe auf welt.de

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