12. Juli 2011

25 Songs, 25 Days – Tag 11

Aloha zusammen…. weiter gehts mit “25 Songs, 25 Days”. Heute gehts um Filmmusik.

Day 11: A song on the soundtrack of your favourite movie

(Tag 11: Ein Lied auf dem Soundtrack deines Lieblingsfilms)

Maurice Jarre – “Keating’s Triumph”

Mein Lieblingsfilm ist seit sehr langer Zeit “Der Club der toten Dichter“. Robin Williams verkörpert darin den engagierten Lehrer John Keating, der an einem konservativen Internat versucht, seine Schüler zu selbständigen Menschen zu erziehen – entgegen den veralteten Vorstellungen von Lehrerschaft und Eltern. Ein unheimlich schöner, aber auch trauriger Film über persönliche Freiheit, Selbstfindung, Generationenkonflikte und Poesie. Ich kann das Werk nur jedem wirklich ans Herz legen, ein absolutes Must-See! Die Filmmusik dazu stammt vom Komponisten Maurice Jarre, dem Vater des bekannten Synthesizer-Musikers Jean Michel Jarre. Mit diesem Stück wird die ergreifende Schluss-Szene untermalt, als Keatings Schüler gegen den Willen des Direktors dem scheidenden Lehrer Ehre erweisen.

Allerdings muss man dazu sagen, so toll ich den Film an sich auch finde…. die Musik dazu ist zwar gut, aber lange nicht meine Lieblings-Filmmusik. An die großartigen Werke von John Williams (Jurassic Park, Terminal etc.) und Bruno Coulais (Die Kinder des Monsieur Mathieu) kommt sie nicht ran. Aber es geht ja um den Lieblingsfilm – deswegen also Musik von Jarre. ;-)

29. Januar 2010

"Avatar" auf den letzten Drücker

Quasi in fast letzter Minute, also wenige Tage vor dem endgültigen Vorstellungsende, wurde ich doch noch – anfänglich gegen meinen Willen – in “Avatar” mitgeschleift. Da ich nicht so wirklich der Fan von Sci-Fi und Fantasyfilmen bin, hatte ich mich schon im Vorfeld darauf eingestellt, spätestens nach den ersten 10 Minuten unauffällig eine Runde zu schlafen – die Müdigkeit dazu hatte ich. Und der Vorsatz hielt sich auch noch die ersten Minuten. Dies wirkte irgendwie wie ein beliebig austauschbarer US-Kriegsfilm, der halt statt in Vietnam oder sonstwo, auf einem unwirtlichen Planeten namens Pandora spielte.

Doch zumindest bis zur ersten Verlinkung des Hauptcharakters Jack Sully mit dem Na’vi Körper wollte ich durchhalten. Und da gab es dann auch den ersten Grins-Effekt aufgrund der Unbeholfenheit des querschnittsgelähmten Sully mit den neuen Beinen – und vor allem – dem Schwanz. Und ab da blieb ich dran… denn der nächste Hingucker war die wunderschön gestaltete Flora und Fauna des Planeten. Hier haben sich die Graphikdesigner wirklich unheimlich viel Mühe gegeben. Gepaart dann auch noch mit dem leicht schnodderigen Mundwerk von Jack Sully sehr unterhaltsam.

Um mich geschehen war es dann allerdings mit dem Auftreten der Kriegerin Neytiri. Trotz des entsprechenden Erscheinungsbilds (übergroß, blaue Haut etc.) versprühte sie dennoch neben Kraft,  und starkem Willen auch ein klein bisschen einer Art Magie, die anziehend wirkte.

Meine Schlafpläne gab ich damit auf,  folgte ab nun der dramatischen, wenn auch manchmal etwas übertriebenen Story und ließ mich bereitwillig in die Kultur der Na’vi einführen. Und genoss die tollen Bilder – selbstverständlich. Nach dem verheerenden Angriff auf den “Heimatbaum” zeigte dann das Team um Wissenschaftlerin Dr. Grace Augustine Zivilcourage und beschloss, aus dem Camp auszubrechen und das Volk vor den Angriffen der eigenen Reihen zu beschützen. Alle Stämme der Na’vi wurden mobilisiert und es kam zum Cameron-typischen Großkampf-Showdown mit moralischem Happy-End.

Und nun verstand ich auch, warum konservative Kreise in den USA den Film verrissen… denn im ganzen Stoff versteckt sich natürlich der große Seitenhieb auf die Vereinigten Staaten, in ihrer Gier nach wertvollen Rohstoffen vor keinem Überfall zurückzustecken – und dabei andere Völker zu missachten. Dieser Vorwurf wurde ja auch zuletzt im Irak-Krieg laut. Mich persönlich hat im Nachhinein vor allem die Frage beschäftigt, wann jeder einzelne Zusschauer persönlich die Seiten wechselt. Am Anfang ist man ja durchaus noch “pro-Erdenmenschen” eingestellt, da Pandora als sehr gefährlich und ungastlich dargestellt wird. Bei mir war der Punkt, als Stammeshäuptling Eytukan Sully offiziell aufnahm. An alle, die den Film gesehen haben: Wann war es bei euch?

Im Endeffekt kam ich dann doch nicht zu meinem Schlaf – und das war auch gut so… denn “Avatar” konnte sich wirklich sehen lassen und hob sich doch aus dem ganzen Sci-Fi/Fantasy Einheitsbrei heraus.