26. Februar 2012

Die Gotye-Lawine

Das Jahr 2012 startete mit einem Nummer 1 Hit in den deutschen Charts. Das ist an sich nichts Ungewöhnliches, das ist schließlich jedes Jahr so. Allerdings war es diesmal der Australier Gotye, dem mit “Somebody That I Used To Know” diese Ehre zuteil wurde. Im dazugehörigen Video stand dann ein etwas fertig wirkender Sänger nackt vor einer Wand aus Papier… und ließ sich bemalen. Das gleiche Schicksal ereilte dann auch seine Gesangspartnerin Kimbra, die im zweiten Teil des Videos auftaucht. Nun sind auch seltsam anmutende Music-Clips nichts Seltsames – aber sowohl Song als auch Video erfuhren ein interessantes Schicksal: Sie wurden gecovert und parodiert, dass es eine wahre Freude ist. Faszinierenderweise wurde dann noch ein Cover selbst zur Parodievorlage: In der Version von Walk Off The Earth spielen 5 Leute den Song zeitgleich auf einer einzigen Gitarre. Über die sozialen Netzwerke verteilten sich die Clips in rasender Geschwindigkeit.

Die besten davon hier mal gesammelt (kein Anspruch auf Vollständigkeit):

 

Das Original:


 

Die deutsche Parodie:

 

Das Gitarren-Cover

Die US-Parodie vom Cover:

 

Die absolut schlechte deutsche Parodie vom Cover:


 

19. November 2010

“There She Is!” … ein Anime über Toleranz, Respekt, Gesellschaft – und Liebe

Heute nachmittag bin ich beim Tweets überfliegen über ein Youtube-Video gestoßen, welches Afelia gepostet hatte. Es handelte sich um den ersten von fünf Teilen der Anime-Serie “There She Is!” der koreanischen Künstlergruppe SamBakZa aus dem Jahr 2004. In besagtem ersten Teil begegnet Doki, eine Häsin dem Kater Nabi und verliebt sich in ihn. Doch dieser versucht, ihr nahe zu bringen, dass eine Verbindung zwischen den unterschiedlichen Protagonisten gesellschaftlich nicht anerkannt ist.

Obwohl ich eigentlich kein sonderlicher Freund von Mangas / Animes bin, war ich doch etwas neugierig, wie die Story weitergeht und sah ich mir die weiteren vier Teile an. Trotz der Tatsache, dass die Charaktere nicht sprechen und die 4 bis 7-minütigen Clips nur mit Musik unterlegt sind, kommt die Geschichte doch sehr deutlich rüber. Nabi beginnt, sich ebenfalls in Doki zu verlieben, doch die beiden werden von der Gesellschaft ausgegrenzt, da ihre Liebe “unnormal” und ein Tabu ist. Ein wütender Mob, welcher “pure blood” fordert, greift die beiden sogar an – und das Ende der Beziehung scheint besiegelt.

Gefesselt hatte ich diese Animes verfolgt – denn solche Gesellschaften, in denen Verbindungen zwischen unterschiedlichen kulturellen Herkünften, Ständen oder Religionen unerwünscht sind oder sogar verfolgt werden, gibt es ja auch heute noch. Insofern möchte ich euch diese Kurzserie weiterreichen und ans Herz legen, sie ist traurig, schockierend aber auch Mut machend zugleich.

Wie sie ausgeht? Schaut es euch selbst an!

Teil 1: There she is

Teil 2: Cake Dance

Teil 3: Doki and Nabi

Teil 4: Paradise

Teil 5: Imagine